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Der Rückzugsort eines Skistars – Fritz Dopfer

27. Oktober 2016

Zwischen Trainingseinheiten und Vorbereitungen zum Ski-Saisonauftakt in Sölden, besuchte uns Fritz Dopfer zu einem sportlichen Berggeflüster in der Olympiaregion Seefeld. Ein charismatischer, junger Mann mit klar definierten Zielen, der in der Region nicht nur die optimalen Trainingsbedingungen schätzt, sondern auch seinen Rückzugsort Leutasch.

 

Fritz Dopfer ist ein deutsch-österreichischer Skirennläufer und Profi im Slalom- und Riesenslalom. Seine Kindheit verbrachte Fritz Dopfer in Schongau in Oberbayern. Ab seinem zehnten Lebensjahr wurde Leutasch, in der Olympiaregion Seefeld, seine neue Heimat.
Als ambitionierter Profisportler konnte er schon zahlreiche Erfolge im Skizirkus feiern.
Das schönste am Skifahren bezeichnet Fritz Dopfer das Gefühl eines guten Schwunges. Geschwindigkeit, Freiheit, Berge, Wettkampf und Leidenschaft. Zum Thema Einstellung zitiert Fritz gerne Mr. Arnold Schwarzenegger: „Stärke kommt nicht von Siegen. Du wächst an deinen Herausforderungen. Wenn Du auf Widerstände triffst und Dich entscheidest dranzubleiben, das ist Stärke.“ (fritzdopfer.de/einblicke)

 

 

Als Zugereister in Leutasch angekommen

Nach dem sportlichen Erfolg als Vizeweltmeister im Slalom in Beaver Creek/ USA 2015 wurde Fritz diesen Sommer einen Ehrenplatz in Leutasch gewidmet. Er selbst sagt, dass er als Zugereister angekommen ist und seinen Platz in der Leutasch gefunden hat. Nach seinen vielen Reisen in der Weltgeschichte ist er immer wieder froh in der Bergwelt der Region seinen Rückzugsort zu finden. Aufgrund der zentrale Lage in den Alpen und den optimalen Trainingsbedingungen in der Olympiaregion Seefeld kommt Fritz immer wieder gerne in seine Heimat zurück.

Bei unserer Verabredung zum Interview fühlte sich Fritz Dopfer mit Mathias (Film & Schnitt) und Stephanie (Assistenz) in unserer neuen TVB Zentrale in Seefeld sichtlich wohl .


Erfolgsgeschichte – Fritz Dopfer

Bei seinem ersten Großereignis bei der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen wurde Fritz Dopfer als bester Deutscher 21ter im Slalom und 15ter im Riesenslalom. 2011 wurde er zum zweiten Mal deutscher Slalomweltmeister und errang beim Weltcup in Beaver Creek im Riesenslalom seinen ersten Podiumsplatz. Kurze Zeit später konnte Fritz Dopfer als Dritter beim Lauberhornslalom in Wengen an seinen Erfolg anknüpfen. Somit schaffte er es 2011/12 erstmals unter die besten 10 im Slalom- und Riesenslalomweltcup und unter die besten 20 im Gesamtweltcup.

 

2013 wurde Fritz Dopfer beim Riesentorlauf von Adelboden 2ter und bei der Weltmeisterschaft in Schladming gewann er die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb. Beim Saisonfinale in Lenzerheide gewann er erneut den Mannschaftsbewerb. Im folgenden Jahr qualifizierte sich Fritz Dopfer aufgrund seiner guten Leistung erstmals für die Olympischen Winterspiele. Dort erreichte er in Rosa Chutor im Slalom den 4ten Platz. Nur zwei Wochen später wurde er beim Weltcuptorlauf von Kranjska Gora 2ter.

 

2014/2015 war bisher die erfolgreichste Saison für Fritz Dopfer. Bei der Ski-WM in Beaver Creek sicherte er sich seine erste WM-Einzelmedaille auf Platz 2. Ende der Saison belegte der Platz 4 im Riesenslalom und im Gesamt- und Slalomweltcup wurde er jeweils 5ter. Anfang 2016 erreichte Fritz Dopfer beim Slalom-Klassiker in Kitzbühel nach einer Bestzeit im ersten Durchgang den 3ten Platz und damit sein 9tes Weltcup-Podium.

 

Weiterführender Link:
Skifahren wo der Ski-Star trainiert

 

Video: Matthias Obmascher
Foto: Heidi Jehle

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