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Winter

Skitouren – Ein Sport mit Suchtgefahr

23. Januar 2017

Spätestens nachdem Frau Holle uns die letzten Wochen mit reichlich Schnee beschenkt hat, ist es endlich so weit: die Skitouren-Saison ist eröffnet! Für all jene, die auf der Suche nach den perfekten Powder-Abfahrten und unverspurten Hängen sind, heißt es: rauf auf die Felle und rein in den Schnee! Die Olympiaregion Seefeld bietet Tourengehern viel unberührtes Terrain, wunderschöne Ausblicke und tolle Tourenmöglichkeiten.

Skitouren – ein magisches Erlebnis

Die besondere Magie der Skitouren liegt wohl darin, dass sie immer ein ganz besonderes Abenteuer sind. Unberührte Tiefschneehänge, die in der Sonne glitzern und einsame Gipfel, die mit weiten Ausblicken über die Alpen auf uns warten – dafür lohnt sich doch jede Anstrengung und Mühe!

Vorbereitung ist die halbe Miete

Die eigentliche Vorbereitung für die Skitouren-Saison beginnt schon, bevor der Tiefschnee eigentlich da ist: die Kondition will trainiert werden, um dann für die guten Tage bereit zu sein. Das ein oder andere Krafttraining kombiniert mit Ausdauertrainings können da nicht schaden. Gerade zu Anfang der Saison lohnt sich auch mal eine Pistentour.

Tipp: Jeden Freitagabend ist Tourengeher-Abend auf der Rosshütte Seefeld! Dieser Termin ist ideal für eine Feierabendtour.

Wer will, kann vom Parkplatz aus bis aufs Seefelder Joch (2065 m) aufsteigen. Diese Tour hat etwas weniger als 900 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz. Perfekt, denn auf der Abfahrt kann man sich im Bergrestaurant wieder aufwärmen und stärken. Ein super Start ins Wochenende ist damit garantiert!

Endlich wird’s ernst: Auf der Suche nach Pulver

Ungeduldig und voller Vorfreude haben wir auf den Schnee gewartet – nun ist er endlich da. Also: weg von der Piste und raus in die einsame Bergwelt! Auch jetzt ist eine gute Vorbereitung das A und O: Lawinenlagebericht und Schneesituation müssen gecheckt werden, bevor man sich für die richtige Tour entscheidet. Passen die Bedingungen? Welche Tour lohnt sich?

Hat man die passende Skitour gefunden und den Rucksack (mit LVS-Ausrüstung und Gipfeljause!) eingepackt, geht es oft früh am Morgen los. Dann, wenn die eisige Kälte noch in der Lunge beißt und die Bergwelten gerade erst um einen herum aufwachen, sind wir Tourengeher schon unterwegs. Zum Glück wird einem durch die Anstrengung bald einmal warm und man kann die Ausblicke auf die alpine Landschaft beim Aufstieg genießen.

Höhenmeter für Höhenmeter klettern wir die Hänge hinauf, den Blick immer zum Gipfel: Weit kann’s nicht mehr sein! Nur noch ein bisschen Quälen, dann ist es geschafft. Eine gute Abfahrt muss man sich schließlich verdienen. Endlich angekommen, kommt man am Gipfel oft gar nicht mehr aus dem Staunen. Ein unendliches Meer aus Tälern und Bergspitzen der Region liegt unter uns. Die Welt schaut von oben einfach so viel schöner aus.

Das Beste steht noch bevor: die Abfahrt!

Das Beste kommt zum Schluss: die Abfahrt! Also schnell die Felle runter von den Ski, Gipfeltee ausgetrunken und wieder rauf auf die Ski. Nicht selten jauchzen wir dann nicht nur innerlich, sondern ganz laut: „Juhuuu!!“ Was für ein Spaß! Man kann gar nicht mehr aufhören zu Grinsen, denn eine Abfahrt, die man sich so hart erarbeitet hat, macht gleich doppelt viel Freude. Auch wenn die Oberschenkel schon brennen, will man dem Tal gar nicht näher kommen. Viel zu schön ist es, seine eigenen Spuren durch die Hänge zu ziehen und durch den Tiefschnee zu gleiten…!

Einen Schwung nach dem anderen setzen wir in den Pulver – ein Gefühl (fast) wie Fliegen! Genau dieses Gefühl hat riesiges Suchtpotential! Kaum am Parkplatz angekommen fragen wir gleich: Und, wann gehen wir wieder? Wir können es kaum erwarten, wieder auf unsere Tourenski zu steigen und die Hänge der Region zu befahren!

 

 

Weiterführende Links:
www.seefeld.com

 

Fotos: Tessa Mellinger/ Heinz Zak/ Andre Schönherr

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