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Winter

Neel Jani – Ein Leben auf der Überholspur

24. März 2017

Was hat Automobilrennfahren mit der Olympiaregion Seefeld zu tun? Und was treibt ein Langstrecken-Weltmeister eigentlich so im Winter? Der sympathische Schweizer Rennfahrer Neel Jani verrät bei seinem Interview in der Olympiaregion Seefeld, wie er sich auf die Saison vorbereitet, warum er die Olympiaregion Seefeld so liebt und was es braucht, um Weltmeister zu werden.

 

Neel Janis Karriere begann schon im zarten Alter von 12 Jahren, als er erste Siege im Kartfahren einfuhr. Er entdeckte schon bald sein Talent und seine Leidenschaft für den Motorsport – Der Beginn für eine steile Karriere. 2016 war das wohl erfolgreichste Jahr für den Porsche-Teamfahrer. Neben dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewann er auch die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft und krönte sich so selbst zum Weltmeister.

Die Berge sind das bessere Fitnessstudio

Schon seit seinem 18. Lebensjahr kommt Neel Jani in die Olympiaregion Seefeld. Er liebt die Berge und den Winter – Aus gutem Grund: „Ich hasse es, drinnen im Fitnessstudio sein zu müssen. Wenn du hier siehst, was man alles draußen machen kann – Das ist einfach so viel! Der Schnee, die Sonne, die Berge. Das gibt mir viel Energie.“ Diese Zeit in den Bergen ist wertvoll. Denn in diesen zwei bis drei Monaten kann er hart an sich arbeiten und, wie er sagt, eine gute Grundlage für die gesamte zukünftige Saison legen.

Ruhe und Natur nach einer hektischen Saison

Die Welt des Motorsports kann laut und hektisch sein, sie verlangt den Fahrern viel ab. Genau deshalb schätz der 34-Jährige die Ruhe in den Bergen: „Wenn du hier bist und langläufst oder auf Berge steigst, willst du einfach nur die Landschaft erleben. Du willst es genießen, draußen unterwegs zu sein, dein Training zu machen, dich dabei selbst zu spüren und eins zu werden mit der Natur. Dann bist du wieder bereit, in diese hektische Welt der Rennen und des Motorsports zurück zu kehren. Das ist der Moment, in dem ich zur Ruhe kommen kann.“ Es ist also nicht nur der Sport, der Jani Jahr für Jahr in die Berge zieht. Hier kann er sich gleichzeitig ausruhen und auspowern.

Neel Jani und sein Tiroler Trainer: Ein Dream-Team

Der Tiroler Trainer Helmut Fink hilft Jani bei seinen Vorbereitungen. „Wir pushen uns gegenseitig, das gehört zu meinem Job dazu. Man braucht Konkurrenz. Ohne Konkurrenz hast du es nicht nötig, besser zu werden, bei allem was du tust.“ Egal ob auf den Loipen, in den Bergen oder drinnen, Fink und Jani motivieren sich gegenseitig. „Das ist das Besondere an Jani“, so Trainer Fink. „Selbst nach 15 Jahren hört er nicht auf und gibt sich nicht zufrieden. Er arbeitet immer noch hart an sich, um sich zu verbessern.“

2017: Neue Saison, neue Herausforderungen

Neel Jani hat sich auch für die kommende Saison große Ziele gesetzt. Mit André Lotterer und Nic Tandy bekommt er neue Teamkollegen bei Porsche. Bei dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans tritt er mit der Startnummer 1 in seinem Porsche 919 Hybrid an, um seinen Titel zu verteidigen. „Du weißt, dass du immer noch besser sein kannst. Erst, wenn du jedes Rennen gewonnen hast, auf jede Pole Position gefahren bist und du jede Weltmeisterschaft gewonnen hast, kannst du zufrieden sein.“ Nach einem erfolgreichen Winter in der Olympiaregion Seefeld ist er bereit für die Rennstrecke. Das harte Training hat ihn nicht nur körperlich, sondern auch mental gestärkt.

Video und Fotos: Mobil 1 The Grid

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