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Törggelen in der Ropferstub’m: Gerstlsuppe & Kastanien

20. September 2019

Herbstzeit ist Törggelen-Zeit! Ein gemütlicher Abend in geselliger Runde, dazu guter Wein und köstliches Essen: Das ist Törggelen.  Eine gute Gerstlsuppe und geröstete Kastanien dürfen dabei auf keinen Fall fehlen. Deshalb haben wir das Rezept und weitere Zubereitungstipps für alle Törggelen-Fans – und die, die es noch werden wollen.

Törggelen im Herbst

So manch einer wird mit dem etwas sperrigen Begriff Törggelen nicht viel anfangen können. Der alte Bauernbrauch kommt ursprünglich aus (Süd)-Tirol und wird bis heute gelebt. Mancherorts heißt es mit Augenzwinkern: Törggelen-Zeit ist die fünfte Jahreszeit. Traditionell wird beim Törggelen der „nuie“ (neue) und „siaße“ (süße) Wein verkostet. Dazu werden regionale Spezialitäten serviert: Knödel, Schlutzkrapfen, Kastanien und Gerstlsuppe stehen unter anderem auf dem Menü. Es wird nicht nur gegessen (und getrunken), bis der Bauch weh tut – es wird genauso viel und herzlich gelacht.

Törggelen in der Ropferstub’m

Auch bei uns in der Region kann man ausgezeichnet Törggelen. Und zwar im Landgasthof Ropferstub’m. Deshalb habe ich den herzlichen „Wirtsleit“ der Ropferstub’m einen Besuch abgestattet und mir die besten Törggelen-Tipps geben lassen. Für alle, die ein originales Törggelen erleben möchten – und die, die es zuhause selbst nachkochen wollen.

Angekommen an der Ropferstub’m führt der erste Weg direkt auf die Sonnenterrasse, denn die zieht jeden Besucher förmlich an. Von dort aus genießt man einen einzigartigen Ausblick über das gesamte Inntal. Der nächste Weg ist nicht weniger schön: innen in der urigen Stube fühlt man sichauf Anhieb wohl und geborgen. Ein warmer Ofen, Kerzen, viel Holz und reichlich gedeckte Tische: hier stimmt einfach jedes Detail! Und ein Blick auf das Menü verrät, dass die nächsten Stunden nur genussvoll werden können: Gerstlsuppe, Tiroler Tris mit verschiedenen Knödeln, Spanferkel, Schlutzkrapfen und noch einige Köstlichkeiten mehr. Hmmm! Das Rezept für Ersteres – die Gerstlupppe – gibt’s jetzt in Folge. Maggenknurren und Heißhunger inklusive!

Törggelen-Rezepte: Gerstlsuppe und Esskastanien

Ein Klassiker im Herbst und die Leibspeise vieler Tiroler: Gerstlsuppe. Das traditionelle Gericht ist besonders an kalten Tagen perfekt und die Zubereitung gelingt leicht. Hier das Rezept zum Nachkochen.

 

 

Rezept: Tiroler Gerstlsuppe

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 150 g Graupen (Rollgerste)
  • 150 g Tiroler Speck
  • 150 g Selchfleisch („Kassler“) würfelig geschnitten
  • 1Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 1500 ml Fleischsuppe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Prise Majoran (getrocknet)
  • 2 Esslöffel
  • Petersilie (frisch gehackt)
  • 3 Esslöffel Öl
  • Salz
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • 3 Esslöffel Apfelessig

Zubereitung:

Für die Tiroler Gerstlsuppe die Zwiebel schälen und klein schneiden. Anschließend in heißem Öl anschwitzen. Graupen und Speck daruntermischen und etwas durchrösten. Mit Suppe aufgießen, Lorbeerblatt und Majoran hinzufügen und ca. 30 Minuten leicht kochen. Karotte schälen und in kleine Würfel schneiden. Zur Suppe dazu geben. Danach das Selchfleisch ebenfalls würfelig schneiden und in die Suppe geben. Bei kleiner Flamme noch ein paar Minuten kochen, bis die Karotten bissfest sind. Tipp aus der Küche: Wenn die Suppe zu dick wird, mit einem Schluck Wasser strecken.  Suppe köcheln lassen und dabei öfters umrühren. Anschließend mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Zum Schluss die Petersilie waschen und fein hacken und Suppe damit bestreuen. Und schon ist sie fertig zum Genießen: Die perfekte Tiroler Gerstlsuppe! Hmmm – guten Appetit!

Esskastanien: Tipps für die perfekte Zubereitung

Die Zubereitung von Kastanien ist nicht ganz einfach: Zu gerne verstecken sie sich in der Schale und lassen sich schlecht lösen. Mit diesen Tricks aus der Ropferstub’m klappt es aber bestimmt:

Bei Kastanien heißt es wie bei allen Sachen: Qualität geht vor Quantität! Die Kastanien werden trocken und luftdurchlässig gelagert, damit kein Schimmel entsteht. Kastanien vor der Zubereitung auf Schimmel kontrollieren. Zunächst müssen die Kastanien vor dem Braten oder Rösten kreuzweise eingeschnitten werden. Dazu eignen sich ein kleines Messer oder ein spezieller Kastanienritzer. Die Kastanien anschließend in kaltem Wasser einweichen, damit sie sich später gut aus der Schale lösen lassen. Nun kommen sie entweder in den Backofen oder in die Kastanienpfanne. Zubereitung im Backofen: Auf einem gelochten Blech circa 15 Minuten bei 200 Grad braten, dabei immer wieder durchmischen. Zubereitung in der Kastanienpfanne: Kastanien in der Pfanne über dem offenen Feuer rösten, auch hier immer wieder gut durchmischen. Noch ein Tipp: Nach dem Braten bzw. Rösten die Kastanien in ein feuchtes Küchentuch einschlagen. Schließlich heißt es: Servieren und genießen!


Im Herbst kann man ab September im Landgasthof Ropferstub’m Törggelen. Die Plätze für die beliebte Tradition lassen sich online reservieren und auch Vegetarier werden dabei genussvoll glücklich.

Die Ropferstub’m liegt zwischen Mösern und Buchen und hat eine lange Geschichte als Wirtshaus. Besonders schön ist die Sonnenterrasse mit Blick über das Inntal und die gemütliche Stube. Die Küche des Restaurants punktet mit traditionellen Gerichten und frischen Kuchen. Außerdem kann man hier auch einen Brunch, Grillabende, Tanzabende, Fondue und vieles mehr genießen. Neben dem Restaurant bietet die Ropferstub’m auch Unterkünfte inmitten der Natur.


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Fotos: Tessa Mellinger, Ropferstub’m

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