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Sommer

#CleanUpPlateau Challenge: Gemeinsam Großes erreichen & aufräumen

28. April 2020

Zusammenhalten und gemeinsam Großes erreichen: Das war das Motto der #CleanUpPlateau Challenge. Ziel war es, möglichst viel Müll zu sammeln und der Natur so etwas zurück zu geben. Die fünf Gemeinden und der Tourismusverband Seefeld haben sich dafür zusammengeschlossen und zahlreiche Helfer motiviert. Die Ergebnisse zeigen: wir müssen unsere Natur besser schützen. Wir haben einige hilfreiche Tipps, wie wir Müll am Berg vermeiden können.

Das war die #CleanUpPlateau Challenge 2020

4 Tage lang lief die CleanUpPlateau-Challenge vom 27. bis 30. April. Jeder Teilnehmer musste sich dazu lediglich einen großen Müllsack bei einem der Bauhöfe der Region abholen, sich selbst mit Handschuhen (und optional Greifzange) ausstatten und schon ging es los. Gesammelt werden konnte überall in der Region, unter der Einhaltung der geltenden COVID-19-Maßnahmen. Wer innerhalb der vier Tage mindestens 5 Kilo Müll zurück brachte, den erwartete die Belohnung: ein 15 €-Gutschein, der in den Gastronomiebetrieben der Region eingelöst werden kann. Von der Region, für die Region und vor allem für den Zusammenhalt und die einzigartige Natur, die uns umgibt.

Natürlich kann jeder so eine #CleanUpChallenge auch bei sich zuhause machen: Alles, was man dafür braucht, ist ein großer Müllsack, Handschuhe, eventuell eine Greifzange und schon kann man auf einen ausgedehnten Aufräum-Spaziergang gehen.

#CleanUpPlateau Challenge: Die Resultate

Stolze 203 Teilnehmer aus der Region nahmen bei der #CleanUpPlateau Challenge teil – ein Ergebnis, das uns sehr erfreut. Ganze 2,02 Tonnen Müll wurden dabei gesammelt. „Es ist schade, dass die Challenge so leicht ist“, sagte die Scharnitzer Bürgermeisterin Isabella Blaha treffend. „Man würde lieber nichts finden als die Challenge schon am ersten Tag zu meistern“. Über 10 Kilogramm Müll sammelte jeder Teilnehmer durchschnittlich. Die Leutascher Monika und Hansi Bantl sammelten am ersten Tag sogar über 50 Kilogramm – eine stolze Leistung! Nicht nur sie, auch zahlreiche andere Teilnehmer sammelten so viel, dass sie die Müllsäcke mit dem Wagen oder Auto abtransportieren mussten.

Die Ergebnisse der Challenge zeigen damit deutlich: wir müssen die Natur besser schützen und dürfen unseren Müll nicht in der Natur zurück lassen. Diese Handlung fängt bei jedem Einzelnen von uns jetzt an.

 

Clean Up Challenge: Darum ist sie so wichtig

Die Natur, die uns umgibt, ist nicht nur unser Lebensraum. Sie ist viel mehr als das: sie ist unser Kraftplatz, Energielieferant, spendet uns frische Luft und Co2, ist Boden für köstliche Almkräuter, saftige Wiesen, grüne Wälder und sauberes Wasser, Futterlieferant für unsere Kühe, Anbauplatz für unser frisches Gemüse – und auch der Grund, aus dem uns jährlich so viele Menschen so gern besuchen kommen. In der Natur finden wir Ruhe, Erholung, Kraft, Energie und Nahrung.

Nicht nur in schwierigen Zeiten wie diesen wird uns wieder bewusst, wie wichtig die Natur für uns ist. Wir müssen die Artenvielfalt erhalten, Tiere und Lebensräume schützen und müssen sie frei von Plastik und Müll halten.

Wusstest du, dass ein Zigarettenstummel 2 bis 7 Jahre braucht, bis er zersetzt ist? Dabei werden außerdem Schadstoffe und Gifte (wie Schwermetalle, Teer etc.) ausgesetzt. Das schlimmste: wenn Zigarettenstummel in Gewässer gelangen, können sie 50 bis 60 Liter Trinkwasser verunreinigen und die darin lebenden Fische und Tiere vergiften.

Eine Blechdose braucht 50 bis 500 Jahre, bis sie verrottet ist, eine Plastikflasche 100 bis 5000 Jahre, eine Glasflasche braucht 4000 Jahre bis unendlich. Dazu kommt, dass Weichmacher austreten und Tiere sich an den scharfen Kanten verletzen. Plastiksäcke und andere Gegenstände aus Plastik wie zum Beispiel die Verpackungen von Müsliriegeln etc. brauchen 100 bis 200 Jahre, bis sie sich zersetzen. Auch die vermeintlich nicht so schlimmen Taschentücher brauchen immerhin 1 bis 5 Jahre und schaden der Umwelt und den Tieren immens. Das gleiche gilt für Orangen- und Bananenschalen, die man gerne in die Natur wirft, weil sie sich „ja eh von selbst zersetzen“: sie brauchen mindestens 1 bis 3 Jahre, und das auch nur in tropischem Klima, das bei uns nicht herrscht. (Quelle der Daten: Alpenverein.at)

Mit jedem Stück Abfall, das wir wegschmeißen, schaden wir der Natur immens. Wir hinterlassen Spuren, die noch viele tausend Jahre nach uns zu finden sind. 

Zero Waste am Berg: Tipps für weniger Müll

Was können wir also tun, um unsere Natur besser zu schützen? Hier haben wir einige Tipps für dich:

  • Der beste Weg ist natürlich vor allem die Prävention: nimm deinen Müll mit, immer und überall
  • Nimm dir dazu am besten eine Dose oder ähnliches mit, damit du Zigarettenstummel, Essensreste etc. verstauen kannst und dir beim Rücktransport vom Berg nichts dreckig machst
  • Hilf mit und sammele Müll auf deinem Weg: wenn du etwas auf dem Boden siehst, hebe es bitte auf und nimm es mit. Am besten nimmst du dir auch hierfür eine Dose oder extra Sackerl mit, in dem du den Müll sammeln kannst
  • Kaufe weniger Plastik. Dieser Tipp ist nicht neu und viele befolgen ihn schon. Tolle Alternativen für Blech- und Plastikflaschen sind wiederverwendbare Flaschen und Glasflaschen. Die Jause nimmst du dir am besten in einer Dose oder eingewickelt in Wachstücher mit (die sind nicht nur plastikfrei, sondern auch viel gesünder und stylischer als Frischhaltefolie!)
  • Mache dir die Müsliriegel selbst statt sie verpackt zu kaufen. Das ist plastikfrei, gesünder, günstiger und echt einfach. Dafür findest du einen Haufen Rezepte ganz nach deinem Geschmack im Internet. Die Müsliriegel lassen sich perfekt einfrieren und am Morgen vor der Wanderung einfach in den Rucksack packen. Die perfekte Belohnung am Gipfel oder beim Aufstieg zur Hütte!
  • Reise mit den Öffis an: Eine Anreise mit dem eigenen Auto produziert 27 Mal mehr Co2 als Bahnfahren. Eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist staufrei und du hast dabei außerdem eine Menge Zeit, deine Wanderung und Urlaub ausführlich zu planen

danke, dass du all diese Tipps befolgst und hilfst, die Natur zu schützen! Sie gibt uns viel und es liegt an uns, ihr etwas zurück zu geben und unseren Planeten zu schützen!


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Fotos: Laura Zobernig, Melanie Klotz, Chris Weitt, Stephan Elsler

 

 

 

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