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Sommer

Leutascher Bergfrühlingstage

1. Juni 2020

Die Bergfrühlingstage sind jedes Jahr ein echtes Highlight im idyllischen Leutaschtal: alle, die mehr über kostbare Wildkräuter, die Almwirtschaft und die Natur in der Leutasch lernen wollen, sind hier richtig aufgehoben. Hans und Monika Neuner teilen auf drei verschiedenen Wanderungen ihren unendlichen Wissensschatz über Heilkräuter, Wildtiere und die Leutasch mit allen Neugierigen, die sie in die Natur begleiten.

Bergfrühling in Leutasch

Jedes Jahr, wenn der Frühling in den Bergen zum Sommer wird und die warmen Sonnenstrahlen die Leutasch erwecken, finden die Bergfrühlingstage statt. Für dieses Event könnte es wahrlich keinen schöneren Ort geben: in den frühen Sommermonaten verwandelt sich das Leutaschtal in ein echtes Blumenmeer. Alle Wiesen, Wegränder, Almflächen und Berge erblühen in den buntesten Farben. Weiß-gelbe Margeriten, roter Klee, blauer Enzian, rosafarbene Almrosen und noch unzählige Blumen und Kräuter mehr schmücken dann die Leutasch. Das glaubt man erst, wenn man es selbst gesehen hat. Das Beste: Wenn in tiefer gelegenen Tälern die Blumenpracht schon verblüht ist, erstrahlt die Leutasch erst so richtig – das liegt nicht zuletzt an der Höhe auf 1.110m, wo der Frühling länger verweilt als vielerorts.

Zwei echte Originale: Monika und Hans Neuner

Schon seit mehreren Jahrzehnten finden die Bergfrühlingstage in Leutasch statt. Die beiden Einheimischen Monika und Hans Neuner haben sie ins Leben gerufen, um ihre Liebe zur Leutasch und der Natur zu teilen. Ihre Wurzeln sind tief in der Leutasch vergraben und sie haben ein so breites Wissen über die umliegende Bergwelten, Wildtiere und Pflanzen wie kaum jemand anderes. Das verdankt Hansi seinem Vater, der ihm von früh seinen Wissensschatz lehrte. Er wusste, welche Pflanzen genießbar sind und welche nicht. „Das hat ihm in Russland das Leben gerettet“, erzählt Hansi. „Er war während des Krieges in Gefangenschaft. Seine Kenntnisse haben ihn und die Russen vor dem Verhungern gerettet – so haben die Russen ihn wohl ganz gerne gemocht.“ Später hat Hansi sein Wissen stets erweitert. Wenn er einmal eine Antwort nicht parat hat, sagt er stets: „Ich weiß es heute nicht. Aber geh‘ wieder morgen mit mir, dann weiß ich es!“

Leutascher Bergfrühlingstage: 3 verschiedene Wanderungen

Dieses Jahr finden bei den Bergfrühlingstagen drei verschiedene Wanderungen statt. Die Teilnahme ist jeweils kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.

Wildkräuterwanderung durch’s Katzenloch

Als heilsame Medizin, zum Verfeinern von Speisen oder als Naturkosmetik: es gibt zahlreiche Wildkräuter, die vielseitig einsetzbar sind. Unsere Wälder und Wiesen stecken voller Schätze. Das Katzenloch bei Leutasch sogar ganz besonders: bis zu 70 (!) verschiedene Pflanzen wachsen hier auf 1m² Erde. Damit ist das Katzenloch der perfekte Ort für eine Kräuterwanderung. Ob wilder Thymian, Beinwell, Knabenkraut, Händlwurz, 16 verschiedene Orchideenarten, heilsames Johanniskraut, Gänsefingerkraut oder vieles mehr: Monika und Hans Neuner (er-)kennen sie alle und geben ihr fast unendliches Wissen gerne weiter. So lernst du auf der Kräuterwanderung verschiedenste Wildkräuter kennen und kannst dir gleich für eine köstliche Wildkräutersuppe etwas mitnehmen. Der idyllische Wanderweg führt dabei über schmale Wege und hübsche Holzstege durch die Wälder und Hochmoore des Katzenlochs. Seltene Farne, Feuchtbiotope, Heide und Lärchenwälder zeichnen dabei die besondere Landschaft aus.

Datum: Freitag, 26.06.2020

Uhrzeit: 10 Uhr

Dauer: ca. 2- 3 Stunden

Treffpunkt: Parkplatz Rauthhütte in Moos (gebührenpflichtig)

Anmeldung erforderlich bis Donnerstag, 25.06, 17 Uhr per E-Mail an info.leutasch@seefeld.com oder im Infobüro Leutasch


Wanderung mit allen Sinnen: Sehen – Hören – Schmecken

Sich voll und ganz auf den Moment konzentrieren, vom Alltag abschalten, sich selbst spüren und herunterkommen: das tun wir in der heutigen oftmals hektischen Zeit viel zu selten. Themen wie Achtsamkeit und Selbstfürsorge gewinnen an Bedeutung und wir sehnen uns danach, wieder zurück zur Natur zu kommen. Bei der Wanderung mit allen Sinnen kann man genau das tun. Morgens um 7 Uhr, wenn die ersten zarten Sonnenstrahlen über die Gipfel wandern und der Morgentau sanft in der Luft liegt, ist die schönste Zeit des Tages in der Leutasch. Es herrscht eine ruhevolle Stille, die nur vom fröhlichen Singen der Vögel unterbrochen wird. In der frischen Alpenluft liegt der Duft des Waldbodens und überall sprießen die Wildkräuter auf dem Boden.

Auf dieser Wanderung ist wahrlich der Weg das Ziel: mit offenen Augen und Ohren wandern wir über die Wald- und Wiesenwege, während die Welt langsam erwacht. Hansi und Monika Neuner halten dabei immer wieder gerne an, um die verschiedenen Vogelstimmen zuzuordnen und die köstlichen Wildkräuter zu zeigen. Denn am Vormittag schmecken die Heilkräuter besonders intensiv: manche sind herrlich süß, andere herb und wieder andere gesund-bitter.

Nach der Wanderung wird man es spüren: In Bewegung ist man zur Ruhe gekommen. Der Atmen fließt leichter, der Puls ist tiefer, die Gedanken fließen leichter. „Oakemmen“ (herunterkommen), wie wir hier in der Leutasch sagen.

Datum: Samstag, 27.06.2020

Uhrzeit: 7 Uhr

Dauer: ca. 2- 3 Stunden

Treffpunkt: Hotel Xander, Parkplatz bei der Kirche

Anmeldung erforderlich bis Freitag, 26. Juni, 17 Uhr per E-Mail an info.leutasch@seefeld.com oder im Infobüro Leutasch


„Aufi auf die Alm“: Über`s Nissl zur Gaistalalm

Das Gaistal ist als echtes Almenparadies bekannt – und das nicht ohne Grund: hier liegen viele wunderschöne Almen und Hütten nah beieinander, die alle mit bester Kulinarik und herrlicher Aussichten verwöhnen. Doch die Almen sind mehr als nur ein Pausenplatzl für Wanderer und Bergsteiger. Schon seit Jahrhunderten bieten sie Kühen, Schafen und ihren Hirten Unterschlupf, während sie den Sommer in den Bergen verbringen. Daher leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft und unseres Lebensraumes.

Auf der Wanderung über herrliche Steige und Wege erzählen die Einheimischen Monika und Hans Neuner alles Wissenswerte über die Almwirtschaft. Man lernt mehr über die artenreichen Blumenwiesen, warum sie ökologisch wertvolle Flächen sind und weshalb die Almwirtschaft in Tirol wichtig für unsere Natur und den Tourismus sind.

Bei der Gaistalalm angekommen genießt man eine köstliche Einkehr bei Tiroler Schmankerl und hat Zeit, sich weiter ausführlich auszutauschen. Nach der erholsamen Pause geht es über den wunderschönen Ganghoferweg retour zum Parkplatz am Eingang des Gaistales.

Datum: Sonntag, 28.06.2020

Zeit: 10 Uhr

Dauer: ca. 5 Stunden

Treffpunkt: Parkplatz Salzbach im Gaistal (gebührenpflichtig)

Anmeldung erforderlich bis Samstag, 27. Juni, 17 Uhr per E-Mail an info.leutasch@seefeld.com oder im Infobüro Leutasch

Für diese Wanderung ist ein knöchelhoher Wanderschuh empfehlenswert.


Wildkräutersuppe: Monikas und Hans‘ Rezept

Eine Wildkräutersuppe ist nicht nur sehr schmackhaft, sondern obendrein auch noch gesund. Monika und Hans verraten deshalb ihr Rezept für eine leichte und schnelle Wildkräutersuppe, die garantiert gelingt.


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Fotos: Tessa Mellinger, Laura Zobernig, Charly Schwarz, Burnz Neuner

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