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Winter

Seefeld pfeift (schon immer) auf Après: Fünf Alternativen zum Après Ski

4. November 2020

Unser Ganzjahresmotto: Alles außer gewöhnlich! Und unser Wintermotto 2020/2021: alles außer Après! Wir haben immer schon gediegenen Wintersportspaß statt Pisten-Ballermann bevorzugt. Deshalb setzen wir auch im kommenden Winter auf echte Naturerlebnisse und erstklassigen Genuss im Schnee, Hotel und Restaurant. Beim Skifahren lautet das Motto: „Skifahren, nicht herumgondeln“. Will heißen: So gut wie alle der rund 30 Kilometer Pisten sind bis auf wenige Meter ohne geschlossene Gondeln erreichbar. Und danach? Es folgen fünf alkoholfreie Après-Ski-Alternativen, die man so nur bei uns erlebt.

Winterweitwandern: WWW einmal anders – 100 Prozent strahlungsfrei

Dem Alltag davongehen, im meditativen Rhythmus zu sich selbst finden, die Natur mit allen Sinnen erleben – Weitwandern ist nicht erst seit Corona ein neuer Mega-Trend. Weitwandern geht aber nicht nur im Sommer, sondern auch wunderbar im Winter. Auf dem ersten Winterweitwanderweg Tirols könnt ihr den „Wintersport für Jedermann“ ausprobieren. Die Vorteile gegenüber Skifahren und Tourengehen: Man befindet sich nicht im alpinen Gelände, braucht weder spezielle Vorkenntnisse noch Ausrüstung und ist ausgesprochen kostengünstig unterwegs. Ob viertägige Schneewanderung ohne Schneeschuhe, Tagestouren rund um die fünf Orte oder doch mit Schneeschuhen durch die unberührte Natur – hier fühlt man sich (fast) wie in Kanada!

Langlaufen: Ganzkörper-Workout ohne Katerstimmung am nächsten Morgen

Kaum eine Sportart hat so viele positive Nebenwirkungen wie das Langlaufen: Es ist gesund, stärkt die Immunabwehr, ist echte, ursprüngliche Naturerfahrung – und macht riesig Spaß. Langlaufen wird immer mehr zur neuen Trendsportart und wenn ihr es bis jetzt noch nicht ausprobiert habt, ist spätestens dieser Winter der perfekte Zeitpunkt, auf die Langlaufski zu steigen! Und das geht schon bald: Dank Höhenlage und Snowfarming startet hier oben die Langlaufsaison bereits am 20. November 2020. Außerdem gibt’s in der gesamtem Region im Winter rund 250 Loipenkilometer für Klassik-Fans und Skater, eine Nachtloipe, eine Hundeloipe und Schlittenloipen. Vorfreude geweckt? Jahrestickets und Geschenkgutscheine (z. B. für Weihnachten) gibt’s über den Onlineshop und vor Ort in den Infobüros Seefeld und Leutasch.

Eisstockschießen: Lieber nah an der Daube als nah am Absturz

Eisstockschießen kann jeder! Zumindest so, dass sofort ein lustiges Spielchen zustande kommt. Man schwitzt nicht, braucht keine Ausrüstung (die Eisstöcke leiht man sich vor Ort), muss in keine Gondel und auf keinen steilen Berg dafür. Ergo: Ob Groß oder Klein, sportlich oder eher gemütlich – Eisstockschießen ist ein Riesenspaß für alle, die frische Luft und Geselligkeit in einer kleinen Runde lieben! Beim Eisstockschießen lässt man die Eisstöcke möglichst nah an die „Daube“ (die puckähnliche Zielscheibe) herangleiten. Dieses „Winterkegeln“ hat bei uns eine lange Tradition. Und bietet direkt neben dem Seekirchl auch noch eine wunderschöne Kulisse. Die Einführung ins Eisstockschießen (Kosten: 12€ mit der Gästekarte) findet hier immer dienstags statt. Noch mehr Ruhe beim Spiel und perfektes Eis für lustige Runden findet man außerdem auf Tonis Eisschießbahnen nur ein paar Gehminuten vom Zentrum entfernt.

Eislaufen: Doppelter Rittberger auf dem Eis statt Promilletanz auf dem Tresen

A propos Eis! Gerade in diesen speziellen Zeiten freut man sich über dreierlei: frische Luft, viel Freiraum – und immunsystemstärkenden Sport. Also ab zum Eislaufen! Aber bitte nicht in eine müffelige Halle. Sondern nach draußen in die eiskalte Natur. Rund um Seefeld gibt es tolle Möglichkeiten, mit den schmalen Kufen übers blanke Eis zu flitzen. Bestes Beispiel: der Möserer See. Sobald es längere Zeit gefriert und die Eisfläche mehr als zehn Zentimeter dick ist, wird die Eisfläche präpariert – inklusive Panoramaweg auf dem Eis und Eishockeyfeld. Wem der Möserer See ein wenig zu weit von der Fußgängerzone von Seefeld entfernt liegt, der schlendert einfach zur Kunsteislaufbahn in der Nähe des Seekircherls.

Schlittenfahren: lieber gepflegt abfahren als kopflos abstürzen

Rodeln ist so alt wie Tirol selbst. Einst waren die Holz- und Hornschlitten im steilen Gelände Arbeitsgerät und Transportmittel, heutzutage wird das Schlittenfahren als vielseitige und kostengünstige Pistenalternative immer beliebter. In der Region findet ihr gleich acht charakterstarke Naturrodelstrecken: Am Katzenkopf kann man sich ganz entspannt mit dem Lift hochziehen lassen, um nach der Einkehr in der Katzenkopf Hütte lustig ins Tal zu flitzen. Die längsten und anspruchsvollsten Rodelbahnen führen von der Wettersteinhütte und Rauthhütte hinab ins Tal. Wer es nicht ganz so wild liebt, saust von der Hämmermoosalm bergab. Übrigens: Auch mitten in Seefeld kann man rodeln! Vom Rodelhügel gegenüber des Seekirchls und vom Pfarrhügel hinab Richtung Wildsee. Die schönsten Rodelstrecken und die Beschreibungen findet ihr hier.


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Text: Tassilo Pritzl

Fotos: Johannes Geyer, Charly Schwarz, Katzenkopf Leutasch, Tessa Mellinger, Stephan Elsler

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