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Winteridyll Wildmoos: Der Ort zwischen den Orten

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1. November 2022

Das Landschaftsschutzgebiet Wildmoos liegt umgeben von unberührter Natur und einem traumhaften Bergpanorama ein klein wenig zwischen den Welten. Ein Wunderland zwischen Seefeld und Mösern mit spannenden Naturphänomenen, prächtigen Ausblicken und idyllischen Seen.

Wildmoos ist ein echtes Paradies für alle, die gerne in der Natur unterwegs sind, und perfekt für wirklich jeden. Spaziergänger, (Weit-) Wanderer und Langläufer, kulinarische und sonstige Genießer. Erklärtes Ziel ist für viele dabei die Wildmoosalm, ein Naturidyll, das seinesgleichen sucht. Vom klaren Gebirgswasser bis zur Hausmannskost ist hier Tirol zu Hause, sommers umrandet von grünem Moos und saftigen Almkräutern, im Winter Ausgangs- und/oder Endpunkt für Wanderungen zu Fuß, mit Schneeschuhen oder auf Skiern. Die Langlaufloipe führt direkt an der charmant-urigen Almhütte vorbei. Geht man den Weg zu Fuß – vom Seefelder Zentrum sind es rund 40 Minuten –, schlängelt sich dieser sanft den Wald nach oben; wer mag, kommt gemütlich und romantisch mit der Pferdekutsche angefahren. Außerdem fährt auch der Wildmoosbus von Seefeld bis auf die Alm.

Ein märchenhaftes Mysterium

Rund um die Wildmoosalm erstrecken sich, wenn sie nicht mit üppigen Schneedecken verhüllt sind, frische Almkräuterwiesen, spektakuläre Panoramen öffnen Augen und Herz gleichermaßen und unweit der Hütte tut sich mit dem Lotten- und Wildmoossee von Zeit zu Zeit ein echtes Naturphänomen auf. Scheinbar wie aus dem Nichts bilden sich inmitten von Wiesen, Lärchen- und Birkenwäldern plötzlich zwei Bergseen, um bald darauf so rasch wieder zu verschwinden, wie sie dereinst gekommen waren. Dieses aperiodisch auftretende Naturwunder ergibt sich wohl aufgrund eines komplexen Zusammenspiels von Frühjahrsniederschlägen und Schneeschmelzwasser in unterirdischen Karstsystemen. Beim Einsetzen des Tauwetters im Frühjahr füllen sich die unterirdischen Gefäße (Karsten) so mit Wasser, der Überlauf überschwemmt die Wiesenmulden und bildet dort Seen, die aber oft schon nach einigen Wochen wieder verschwinden. In manchen Jahren steigt der Wasserspiegel aufgrund unterirdischer Springquellen auch nach der Schneeschmelze weiter an – ein beeindruckendes Naturschauspiel, dessen genaue Ursachen bis heute ein Mysterium bleiben.

Besonders gut lässt sich das Spektakel von der Lottenseehütte aus beobachten, die rund 40 Minuten von der Wildmoosalm entfernt liegt oder in etwa derselben Zeit von der anderen Seite, also von Mösern aus, erreichbar ist. Seit 1949 befindet sich der Lottensee im Besitz der Familie Kluckner. Die schmucke, dazugehörige Jausenstation wurde 1968 von Opa Josef erbaut und ist bis heute ganzjährig ein beliebtes Ausflugsziel für Genusswanderer, Feinschmecker, (E-)Biker und Langläufer. Während der tief verschneiten Wintermonate führt auch hier eine Langlaufloipe direkt vorbei, die rund um den glitzernden Lottensee und durch die wildromantische Winterlandschaft verläuft.

Viele Wege führen nach Wildmoos

Wildmoos lässt sich auf viele verschiedene Arten und Weisen erkunden. In kleinen Stücken, immer wieder neu, immer wieder anders, oder gleich in seiner Gesamtheit. Die gesamte Wildmoos- Runde führt durch idyllische Winterlandschaften und nimmt etwa dreieinhalb schöne Wanderstunden in Anspruch. Die verschneite Panoramarunde um den in der Mitte thronenden Brunschkopf passiert dabei mehrere Seen und drei Hütten für die Verführung aller Sinne. Die zauberhafte Winterwanderung führt elf Kilometer weit und ohne nennenswerte Steigungen durch tief verschneite Wälder, die sich immer wieder für satte Weitblicke öffnen.

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Wer mit dem Auto kommt, kann gegen Gebühr direkt am kleinen Möserer- See-Parkplatz parken (Achtung: geringes Kontingent) und spaziert von dort noch ein kleines Stück über den Schotterweg zum Startpunkt am Möserer See. Mit einer gemütlichen Runde um den verschneiten Waldsee beginnt die eigentliche Wanderung und belohnt mit einer ersten Rast auf der Sonnenterrasse der Möserer Seestub’n. Bei romantischem Seeblick empfiehlt es sich, hier einen Becher Glühwein, Jagatee oder Punsch zu genießen, der den Körper von innen und gleichermaßen die Seele wärmt. Dazu gibt’s hausgemachte Kuchen- und Strudelvariationen. Anschließend geht es gut gestärkt zurück zur Wegkreuzung und dort links auf dem Wanderweg Richtung Wildmoosalm. Dann spaziert man gemütlich durch den Lehenwald oberhalb der verschneiten Möserer Mähder (Bergwiesen). Begleitet von einem grandiosen Blick über Seefeld und den Gschwandtkopf zieht der Wanderweg eine weite Schleife, bis er kurz vor der Wildmoosalm ein Stück auf die befahrene Winterstraße wechselt.

Schmackhafte Schmankerln im Schnee

Die kleine Runde bei der Alm kann man schon für einen Verdauungsspaziergang vormerken, denn die Wildmoosalm verführt mit schmackhaften Tiroler Hüttenspezialitäten aus hauseigener Produktion: vom Kasknödel über Gröstl mit Krautsalat bis zum Kaiserschmarrn, sogar selbstgemachte Krapfen erfreuen Gaumen und Magen. Danach geht es gemütlich weiter zum Lottensee, mit sanftem Gefälle geht sich der breite Wanderweg quasi wie von selbst. An der Abzweigung zum Ferienheim am Wildmoossee hält man sich links und kommt durch den Wald an den beiden Seen vorbei, wenn sie sich denn gerade blicken lassen. Die Lottenseehütte lädt schließlich noch zu einer kleinen Verschnaufpause und einem Verdauungsschnapserl – wahlweise Kaffee – und einem zweiten Nachtisch in der warmen Stube ein.

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Mit dem panoramareichsten Teilstück der verschneiten Seenrunde belohnt der Pirschsteig etwas oberhalb der Fahrstraße dann auf dem gesamten Rückweg mit eindrucksvollen Inntalblicken und winterlichen Bergkulissen. In Mösern mündet der Waldweg in den Broch-Weg und führt über diesen in gerader Linie weiter bis zum Startpunkt am Möserer See. Panorama, Idyll, Naturschauspiel, Bewegung, Entspannung, Kulinarik … Winterwanderherz, was willst du mehr?

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AUSSICHTSREICH: Mitten im Naturidyll Wildmoos liegt der Brunschkopf, der im Winter wie im Sommer zu herrlichen Wanderungen einlädt. Schön ist die rund fünf Kilometer lange Schneeschuhwanderung von der Wildmoosalm über den Panoramaweg zur Aussichtsplattform und über die Möserer Höhe zurück nach Mösern. Die Aussichtsplattform eröffnet ein atemberaubendes Bergpanorama, das sich mit Hilfe eines hochkarätigen Swarovski-Fernglases kristallklar genießen lässt.


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Fotos: eco.nova, Tom Bause

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